SCHLOSS SCHATTENBURG, FELDKIRCH

Schattenburg

Geschichtlich zum ersten Male bekundet findet sich der Name einer Burg in der Chronik der Mönche Ortlieb und Berthold aus dem Jahre 1138. In der, in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts genannten Burg Muntifurt« dürften Dienstmannen der Grafen von Bregenz gehaust haben, welche damals die Gegend beherrschten. Mit seinem Regierungsantritt (1182) verlegte Graf Hugo der 1., der Enkel des letzten Bregenzer Grafen Rudolf (j- 1150), seine Residenz auf die macht- und verkehrspolitisch wichtige Burg Feldkirch.

Zweihundert Jahre blieb die Burg im Besitz der Montforter Grafen. Mit dem Tode des letzten Montforters, Rudolf des IV. (f 1390) ging Schloß und Herrschaft an die Habsburger über. Die Habsburger regierten den Besitz durch Vögte, die bis zum Jahre 1773 im Schloß wohnten.

Nur von 1416 bis 1436 gab ös eine Zwischenherrschaft durch den Toggenburger Grafen. Herzog Friedrich von Österreich wurde die Beihilfe zur Flucht des Gegenpapstes Johannes XIII. verhängnisvoll. Neben Reichsacht und Kirchenbann verlor er auch seine Besitzungen, darunter Feldkirch. 1825 kaufte die Stadtgemeinde die halbverfallene Burg um 833 Gulden vom Staat.


NOTZEITEN UND GEFAHR


Im Jahre 1270 belagerte der mit der Werdenberger Linie der Montforter im Bündnis gelegene Graf Rudolf von Habsburg vergebens Stadt und Festung Feldkirch. 1345 wollte Herzog Stefan, der Sohn des deutschen Kaisers ‘Ludwig des Baiers«, die Herrschaft an sich reißen. Auch er mußte unverrichteter Dinge abziehen. Während der Appenzeller Kriege wurde.

Die Burg im Jahre 1406 erstmals zu Fall gebracht. Im Schwabenkrieg (1499) zogen die Schweizer abermals gegen Feldkirch. Es gelang ihnen aber nicht, in die Stadt einzudringen. Während des 30-jährigen Krieges gelang es zwar den Schweden im Jahre 1647 die Stadt zu plündern, die Burg aber blieb unversehrt.
 
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